archiv performativ: ein Modell, ein Ausstellungs- und Vermittlungsprojekt

Das Modellarchiv(1) war ein Vermittlungs- und Ausstellungsprojekt, dessen Szenografie den Raum in einen Ausstellungsbereich, einen Präsentations-, einen Arbeits- und einen Aussenraum unterteilte.(2) Es war einerseits ein öffentlich zugänglicher Präsentationsort von ausgewählten Materialien aus dem Performancearchiv des Kaskadenkondensators in Basel (1998–2008), andererseits dienten die Räume rund 20 eingeladenen Künstler/innen, Kurator/innen, Forschenden, Dozierenden und Studierenden aus dem In- und Ausland als Experimentierfeld und Forschungsstation.(3)

Unsere Absicht war nicht, Artefakte im Sinn von auratisierten Kunstobjekten in einer Ausstellung zu präsentieren, sondern darum, einen Raum zu schaffen, in dem die experimentell Forschenden mit den nach Artefakttypen geordneten Dokumenten in Interaktion treten konnten. Der zentrale Aspekt dieser Anlage war, verschiedene methodische Zugänge und theoretische Ansätze von Weiterschreibungen im gegenseitigen Austausch der verschiedenen wissenschaftlichen und künstlerischen Felder zu erproben, zu diskutieren und in öffentlichen Veranstaltungen zu präsentieren – also Forschung auch als performativen Vorgang zu betreiben.

 


1 Für die kuratorische Auswahl der Artefakte von 44 Performances aus dem Archiv des Kaskadenkondensators und die Platzierung im Display war Julia Wolf in Zusammenarbeit mit dem Forschungsteam verantwortlich. Wolf schloss im Herbstsemester 2011/2012 ihren Master of Arts in Art Education, Vertiefung ausstellen und vermitteln zu diesem Thema ab.

2 Siehe das Raumkonzept von Michael Meier und Christoph Franz unter related documents.

3 Ausstellungsraum Klingental, Basel, vom 14.8. bis 11.9.2011; siehe die Namen der beteiligten Forschenden im Modellarchiv unter related documents.

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